 Am 31. Oktober 2011 wurde in Manila mit Danica May Camacho der sieben Milliardenste Erdenbürger geboren. Dies war ein weiterer Meilenstein eines anhaltenden demographischen Trends: 1900 lebten 1,6 Mrd. Menschen auf der Erde, 1950 etwa 2,5 Mrd., um die letzte Jahrtausendwende überschritt die Zahl die sechs Milliardengrenze. Aktuell wächst die Weltbevölkerung pro Sekunde um beinahe drei Menschen, jährlich summiert es sich zu 78 Millionen. Auch wenn das Wachstum der Weltbevölkerung seit den 1980er Jahren langsam zurückgeht, wird sich der Anstieg fortsetzen. Gemäß dem aktuellen Weltbevölkerungsbericht der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung bis 2050 von heute sieben Milliarden auf über neun Milliarden ansteigen. Die langfristige Projektion für 2100 sieht in ihrer mittleren Variante eine Steigerung auf über 10 Milliarden Menschen vor. Diesem Szenario liegt die optimistische Annahme zugrunde, dass die Kinderzahl pro Frau von heute 2,5 auf dann zwei sinken wird. Sollte die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau auf dem derzeitig hohen Niveau bleiben, wäre ein Anstieg auf bis zu 26 Mrd. Menschen bis zum Jahr 2100 möglich.
Weiterlesen...
 ... ich hätte nie gedacht, dass die Entwicklungspolitik einmal über einen so langen Zeitraum in den Medien präsent ist wie in den gut letzten zwei Wochen. Darüber könnte man sich freuen. Denn zur Entwicklungspolitik gäbe es unheimlich viel zu sagen, vor allem Gutes! Aber Fachfragen interessieren zurzeit leider niemanden, nur Personalpolitik ist das Thema.
Weiterlesen...
Die politische Lage in Deutschland
- Es geht voran in Europa. Die Verhandlungen zum dauerhaften Europäischen Rettungsschirm ESM sind soweit gediehen, dass der Vertragsentwurf den zuständigen Ausschüssen des Deutschen Bundestages in Kürze zugeleitet wird. Der ESM soll Anfang Juli in Kraft treten und 500 Milliarden Euro für die Stabilisierung der Eurozone bereitstellen. Er wird mit einem Barkapital von 80 Milliarden Euro ausgestattet. Wie bereits verabredet, soll im März überprüft werden, ob die maximale Ausleihsumme von 500 Milliarden Euro ausreichend ist. Bei der Debatte über eine mögliche Aufstockung des ESM ist zu bedenken, dass das Bereitstellen von Geld die Probleme nicht löst. Die betroffenen Euro-Länder müssen vielmehr ernsthaft und glaubwürdig an der Haushaltskonsolidierung arbeiten. Entsprechende Strukturreformen sind Bestandteil des bereits vereinbarten Euro-Plus-Paktes.
Auch bei den Verhandlungen zum Fiskalpakt sind die Finanzminister so gut vorangekommen, dass er auf dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs am 30. Januar 2012 verabschiedet werden kann. Nationale Schuldenbremsen werden dann verbindlich. Nach dem Zwischenstand 19. Januar zufolge soll der EuGH Sanktionen verhängen können, wenn ein EU-Staat gegen die EU-Vorschriften verstoßen hat. Außerdem wurde die Schwelle für das Inkrafttreten des Vertrages gesenkt. Der Fiskalpakt soll nun gelten, wenn mindestens zwölf der Teilnehmerstaaten ihn ratifiziert haben. Weiterhin ist in den Erwägungsgründen ein Passus enthalten, dass nur die Staaten Hilfen aus dem ESM erhalten können, die auch den Fiskalpakt ratifiziert haben.
Weiterlesen...
Debatte zum Antrag der Fraktion DIE LINKE. „Widerruf der gemäß §8 des Parlamentsbeteiligungsgesetz erteilten Zustimmungen zu den Anträgen der Bundesregierung vom 28. Januar 2011 und 23. März 2011 - Bundeswehr aus Afghanistan abziehen“ (6 Minuten)
Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren,
Ich weiß nicht, ob einige von Ihnen die Politiksatire "Der Krieg des Charlie Wilson" mit Tom Hanks in der Hauptrolle gesehen haben, in dem es um den Krieg zwischen Mudschaheddin und Russen in den 80er Jahren in AFG geht. In dem Film - der auf einer wahren Geschichte beruht - gelingt es dem texanischen Kongressabgeordneten Charlie Wilson, das Budget für Operationen in Afghanistan von 5 Millionen US-Dollar auf schließlich 500 Millionen US-Dollar zu verhundertfachen. Nach der Niederlage der Russen, versucht Wilson 1 Million für den Aufbau in Afghanistan bewilligt zu bekommen. Das Geld wird ihm von Kongress jedoch verweigert. Die Begründung: Niemand interessiere sich für Schulen in dem fernen Land. Das Film endet mit einem Zitat von Charlie Wilson: "These things happened. They were glorious and they changed the world... ...and then we messed up the end game " – frei übersetzt: “Solche Dinge passieren. Sie waren großartig und haben die Welt verändert. Und dann haben wir am Ende, als es drauf ankam, versagt.”
Weiterlesen...
 Zur ersten Teilnahme eines Bundeskanzlers an einer Sitzung des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) in der Geschichte des Deutschen Bundestages erklären der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Christian Ruck und die Entwicklungspolitische Sprecherin der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Sibylle Pfeiffer MdB Von Adenauer bis Schröder – nie war ein Bundeskanzler im Entwicklungsausschuss „AWZ“. Frau Merkel war die erste. Sie unterstrich die wachsende Bedeutung der Entwicklungspolitik bei G-8- und G-20-Treffen. Die Bundesregierung steht zu ihrer internationalen Verantwortung. Die Kanzlerin wiederholte ihr Bekenntnis zur Steigerung der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit auf einen Anteil von 0,7 % des Bruttoinlandsprodukts. Das Ziel sei in der aktuellen Schuldenkrise nicht sofort zu erreichen, werde von der Bundesregierung aber weiter angestrebt. Wichtig seien ihr die Qualität und die Ergebnisse der Entwicklungspolitik. Dafür sei es richtig, dass die Regierung ein eigenes Ministerium im Kabinettsrang hat. Die Fusion der deutschen Durchführungsorganisationen in diesem Jahr sei ein Schritt nach vorn. Mit genauer Detailkenntnis diskutierte Frau Merkel zahlreiche Themen. Gute Regierungsführung, Bildung, Nachhaltigkeit und die Bewältigung der riesigen Herausforderungen der weiter schnell wachsenden Weltbevölkerung auf über 9 Milliarden Menschen im Jahr 2050 hob sie besonders hervor. Große private Stiftungen und Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien engagieren sich neu in der Entwicklungspolitik. Die Kanzlerin ist persönlich mit ihnen im Gespräch. Beim Klimagipfel in Durban oder bei der bevorstehenden Bonner Afghanistankonferenz wird deutlich, dass bei zentralen globalen Herausforderungen Entwicklungspolitik immer öfter ein Teil der Problemlösung ist.
 Letzte Woche haben wir im Deutschen Bundestag den Haushalt für 2012 abschließend beraten und beschlossen. Die politische Debatte darüber haben Sie in den Medien verfolgen können. Zunächst einmal: Ich bin eigentlich gegen Neuverschuldung – und das schon erst recht bei sprudelnden Steuereinnahmen! Es gibt aber gute Gründe dafür, in zentralen Bereichen Investitionen zu tätigen, damit unser Wohlstand und unsere Wettbewerbsfähigkeit auch zukünftig gesichert bleibt. Dies wird sich in meinen Augen auf lange Sicht mehr als bezahlt machen. Doch zunächst einmal die wichtigsten Eckdaten des Haushalts, im Anschluss daran dann die Vorstellung der zentralen Ausgaben, mit denen wir das Wachstum sichern, Arbeitsplätze erhalten und in Zukunft auch wettbewerbsfähig sein wollen: Mit der geplanten Kreditaufnahme in Höhe von 26,1 Mrd. Euro hat die Koalition die Neuverschuldung gegenüber dem Regierungsentwurf um weitere 1,1 Mrd. Euro abgesenkt. Beim bislang geltenden Finanzplan waren 40,1 Mrd. Euro Neuverschuldung eingeplant! Und nur zum Vergleich: 2010 betrug die Nettokreditaufnahme sogar noch über 44 Mrd. Euro. Mit der geplanten Kreditaufnahme von besagten 26,1 Mrd. Euro schaffen wir es, die zulässige Grenze der Schuldenbremse um mehr als 14 Mrd. Euro zu unterschreiten. Das ist schon mal ein tolles Ergebnis, auf das wir zurecht stolz sein können. Wie gesagt – ich hätte mir gewünscht, möglichst keine Schulden mehr aufzunehmen, aber auch diese Zahlen können sich sehen lassen, da wir kräftig in die Zukunft unseres Landes und damit auch kommende Steuereinnahmen investieren. Doch neben diesen nackten Etatzahlen ist die Haushaltsdebatte auch immer ein guter Zeitpunkt, um zu sehen, wo unser Land steht und wie wir uns die Zukunft des Landes und der Gesellschaft vorstellen. Wir wollen ein modernes und pluralistisches Land. Ohne große ideologischen Experimente und auf einem soliden wirtschaftlichem Fundament. Wir wollen eine starke Mitte der Gesellschaft und Solidarität der Generationen. Für all das brauchen wir mutige Entscheidungen, denn wir müssen Schwerpunkte setzen und dafür sorgen, auch Wertschöpfung in zukunftsfähigen Märkten generieren zu können.
Weiterlesen...
Sibylle Pfeiffer zu Besuch in der Dünsbergschule bei einer Veranstaltung zum 20. Geburtstag der Kinderrechte in Kooperation mit Unicef
|
|
|
| |
ZITAT:
Donella und Dennis L. Meadows in: Die Grenzen des Wachstums, 1972
"Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht. "
|
|
KOCHBUCH: MEINE HEIMAT, MEINE REZEPTE

<< DOWNLOAD >>
|