 Am Mittwoch war Außenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle zu Gast im Menschenrechtsausschuss. Dort stand der Minister den Ausschussmitgliedern zu aktuellen menschenrechtspolitischen Fragen Rede und Antwort und hat dabei einen ausgesprochen guten Eindruck hinterlassen. Ein Thema hierbei war die zentrale Rolle von "Good Governance" bei der Implementierung und Einhaltung von Menschenrechten. In diesem Zusammenhang konnte ich dem Minister über die positiven Eindrücke meiner letzten Reise nach Sambia berichten. Es herrschte große Übereinstimmung darüber, dass "Good Governance" die Grundlage nachhaltiger Menschenrechtspolitik ist.
 Diese Woche haben wir auch grünes Licht für die Jobcenter-Reform und die dazugehörige Grundgesetz-Änderung gegeben. Das war aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts notwendig geworden, der die bisherige Ausgestaltung der Betreuung für Arbeitssuchende für rechtswidrig erklärt hatte. Für die Betroffenen im Lahn-Dill-Kreis ändert sich dadurch substantiell nichts. Wir haben gemeinsam mit der Opposition vereinbart, dass Leistungsträger, die bisher ihre Aufgaben der Grundsicherung für Arbeitssuchende getrennt wahrnehmen, nun bis zum 31.12.2011 Zeit haben, sich zu entscheiden, ob sie sich in Argen bzw. Optionskommunen umwandeln wollen.
Gedenkveranstaltung zum 17. Juni 1953. An diesem Donnerstag werden wir im Rahmen einer Gedenkstunde des Deutschen Bundestages zum Jahrestag des Volkaufstandes in der DDR an den Unrechtscharakter der SED-Diktatur, den Mut und die Freiheitssehnsucht der ostdeutschen Bevölkerung erinnern. Der 17. Juni 1953 dokumentiert in besonderer Weise den Unrechtscharakter der SED-Diktatur, den die Linkspartei bis heute nicht anerkennt. Stattdessen wird die DDR von der Nachfolge-Partei der SED immer noch zu einem Sozialstaat verklärt, der – so heißt es im Entwurf ihres neuen Grundsatzprogramms – nicht nur „die Beseitigung von Arbeitslosigkeit und die wirtschaftliche Eigenständigkeit der Frauen“, sondern auch „die weitgehende Überwindung von Armut, ein umfassendes soziales Sicherungssystem, ein hohes Maß an sozialer Chancengleichheit im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie in der Kultur“ sichergestellt haben soll. Angesichts des 17. Juni 1953 und der unzähligen Opfer der SED-Gewaltherrschaft ist diese Darstellung blanker Zynismus. Der Jahrestag des Volksaufstandes sollte allen Parteien in Erinnerung rufen, dass eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei nach wie vor keine Option sein kann.
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 Mit einer Gedenkveranstaltung im Plenum anlässlich des Nationalen Gedenktages „17. Juni 1953“ erinnern wir an den Volksaufstand in der DDR vor 57 Jahren.
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Generationenbilanz. Nach neuen Berechnungen der Stiftung Marktwirtschaft und des Forschungszentrums Generationenverträge beläuft sich die so genannte Nachhaltigkeitslücke der Bundesrepublik Deutschland auf knapp 8 Billionen Euro bzw. 315 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Nachhaltigkeitslücke setzt sich zusammen aus der bereits heute bestehenden sichtbaren oder expliziten Staatsschuld, die rund 1,7 Billionen Euro beträgt, und der sogenannten impliziten Schuld, in der alle durch das heutige Steuer- und Abgabenniveau nicht gedeckten Leistungsversprechen, insbesondere der Sozialversicherungen, zusammengefasst werden. Sie macht heute 250 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. (Quelle: Stiftung Marktwirtschaft)
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Stürmische letzte Jahre Deutschland hat die letzten Jahre gut überstanden. Ob Finanz- oder Wirtschaftskrise, ob Währungsrettung oder EU-Handlungsfähigkeit – auf diese gewaltigen Herausforderungen hat unser Land schnell und gut reagiert. Dafür gebührt den Verantwortlichen in der Politik, aber auch den Menschen Respekt und Anerkennung, die die oftmals schwierigen Beschlüsse mitgetragen haben. Das war und ist nicht immer leicht gewesen, denn viele der Beschlüsse bedeuteten gewaltige Belastungen für den Staatshaushalt und die Übernahme von Bürgschaften, von denen wir nicht wussten, ob sie in Anspruch genommen würden. Heute können wir sagen, dass unser Weg bis jetzt der Richtige war und wir von den schlimmsten Folgen der Krisen verschont wurden. Wir haben es geschafft, die Wirtschaft zu stabilisieren, Arbeitsplätze zu sichern und unsere Währung vor Angriffen von außen zu bewahren. Der Preis dafür ist eine so noch nie dagewesene Neuverschuldung – durch Kurzarbeit, Konjunkturprogramme oder Zuschüssen zu den sozialen Sicherungssystemen.
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ZITAT:
"Ärzte, die in einem sozialfinanzierten Krankenversicherungssystem mehr verdienen wollen als der Bundeskanzler, sollen Bauspekulanten werden oder nach Saudi-Arabien auswandern."
- Ellis Huber, Berliner Kurier, 6. Juli 1998
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